Weniger Unternehmens­insolvenzen 2015

Für das Jahr 2015 melden die deutschen Amtsgerichte weniger Unternehmensinsolvenzen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dies kann sich sehr schnell ändern, wenn man die makroökonomischen Rahmenbedingen in Europa und weltweit betrachtet. Eine Vielzahl von aktuellen Faktoren trägt dazu bei, dass Unternehmen heute generell krisenanfälliger sind als früher:

  • Die Globalisierung hält in Zukunft für viele Unternehmen unangenehme Überraschungen bereit. Die Konkurrenz ist heute nicht mehr regional zu suchen sondern auch überregional aus entfernten Ländern, in denen erheblich günstiger produziert wird.
  • Die steuerlichen und politischen Rahmenbedingungen sind heute unübersichtlicher und für Änderungen durch das anfällige Finanzsystem wesentlich anfälliger als zu früheren Zeiten. Bürokratische Überreglementierungen und die steuerliche Belastung der kleinen und mittelständischen Unternehmen kostet nicht nur zusätzliches Geld und zusätzlich Zeit, sondern erhöhen auch den Verwaltungsaufwand und treiben die Produktionskosten in die Höhe.
  • Unflexibler Kündigungsschutz und immer höhere Lohnnebenkosten behindern preisgünstiges Produzieren.
  • Stagnierende und gesättigte Märkte führen dazu dass man in neue Produkte entwickeln muss. Viele Unternehmen wissen es nicht, dass es dafür Fördermittel und Zuschüsse gibt. Konkurrenzunternehme im In- und Ausland nehmen dies Subventionen in Anspruch.
  • Die restriktive Kreditvergabe der Banken wird sich in den kommenden Jahren verschärfen usw….

Planinsolvenz

Je früher eine Unternehmenskrise erkannt und darauf reagiert wird, desto größer stehen die Chancen für eine erfolgreiche Sanierung über eine Planinsolvenz.

Bei einer Planinsolvenz spricht man von einer „geplante Insolvenz“. Dabei wird der Antrag auf Insolvenz beim zuständigen Amtsgericht direkt mit einem Vorschlag für ein Insolvenzplanverfahren und einem bereits erstellten Insolvenzplan verbunden. Diese Planinsolvenz wird dabei meistens von einem Sanierer begleitet. Hier arbeiten wir eng mit einem Sanierungspartner zusammen.

Die Gläubiger entscheiden über den ausgearbeiteten Insolvenzplan. Der bestellte Insolvenzverwalter tritt nur noch beratend auf. Die alte Geschäftsführung bleibt bei der Planinsolvenz im Amt.

Hinweis

In dieser Phase können keine Fördermittel mehr beantrag werden, obwohl dies teilweise von unserer Konkurrenz so suggeriert wird.

Warten Sie deshalb nicht ab, bis es zu spät ist sondern setzen Sie jetzt Fördermittel und Zuschüsse in Ihrem Unternehmen ein. Wir sprechen aus der Praxis und können hierzu viele positive Beispiele aufzeigen.

Sollten Sie trotzdem eine Planinsolvenz anstreben (was wir nicht hoffen) können wir Sie auf einen Netzwerkpartner verweisen.